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Über EcoDike

Deckwerke, See- und Ästuardeiche an der Deutschen Küste werden entsprechend der geltenden Anforderungen für einen sicheren und nachhaltigen Sturmflutschutz geplant, bemessen und gebaut. Ökosystemare Aspekte finden bislang bei diesem Prozess keine oder nur geringe Beachtung. Hauptziel des Forschungsvorhabens EcoDike ist die Steigerung des ökosystemaren Werts von Deichen und Deckwerken unter gleichzeitiger Beachtung der Deichsicherheit. Hierzu ist es erforderlich, Deiche und Deckwerke nicht nur als Küstenschutzbauwerk, sondern auch als Ökosystem zu verstehen und die komplexen Wechselwirkungen zwischen „grünem Deich“ und Meer zu begreifen und durch begleitende intelligente und innovative Maßnahmen des Monitorings und der Deichunterhaltung die Deichsicherheit im Rahmen einer integrierten risikobasierten Strategie zu erhalten bzw. möglichst zu steigern. Dies erfolgt auf der Grundlage theoretischer Überlegungen, Laboruntersuchungen, klein- und großmaßstäblicher Experimente sowie Untersuchungen in der Natur. Auf diese Weise werden die wissenschaftlich-technischen Grundlagen für innovative und grüne Küstenschutzstrukturen an Nord- und Ostseeküste gelegt. Grundlage ist ein neuer transdisziplinärer Ansatz unter Berücksichtigung der wachsenden Nutzungsanforderungen an die Küste, des Klimawandels sowie der Ökosystemdienstleistungen der Küste. Die Organisationsstruktur und die Teilprojekte des EcoDike-Projekts sind in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.

Organisationsstruktur und Teilprojekte des EcoDike-Projekts Organisationsstruktur und Teilprojekte des EcoDike-Projekts

Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Kuratorium für Forschung im Küsteningenieurwesen (KFKI) gefördert und hat eine Laufzeit von 36 Monaten. Zur Bearbeitung des Projekts haben sich die folgenden Institute zusammengeschlossen:

  • Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH Aachen University (IWW) [Projektkoordinator]
  • Forschungsinstitut Wasser und Umwelt der Universität Siegen (fwu)
  • Grünland und Futterbauwissenschaften, Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock (UR)
  • Leichtweiß-Institut für Wasserbau der TU Braunschweig (LWI)
  • Institut für Umweltforschung der RWTH Aachen University (IUF)
  • Ludwig-Franzius-Institut für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen der Leibniz Universität Hannover (LuFI)
  • Institut für Wasserbau der Technischen Universität Hamburg (TUHH)

Zudem leistet das Institut für Wasserbau der TH Nürnberg unter Leitung von Herrn Prof. Dr.-Ing. Dirk Carstensen wertvolle Beiträge zum Projekt. Darüber hinaus erfolgt die Einbeziehung von Partnern aus Verwaltung und Industrie, die einen erfolgreichen Wissenstransfer und die Implementierung der Forschungsergebnisse in die Praxis ermöglichen.

Zuletzt aktualisiert am 01.08.2017